Alexander Uffelmann
Große Wetterumstellung: Akute Glättegefahr heute! Dann Milderung
Das neue Jahr 2026 begann in ganz Deutschland mit einer längeren Kaltphase. Zwar gab es auch in den vergangenen Tagen immer wieder kurze Erwärmungen aus Süden, diese konnten jedoch nicht lange überdauern, sodass sich fast landesweit allmählich eine Schneedecke bilden konnte. Doch nun stellt sich die Großwetterlage komplett um: Der Atlantik ist wieder „offen" – Und damit kann sich nun wieder mildere Luft bei uns durchsetzen.
Außergewöhnliche Schneemengen in Norddeutschland
Zum Ende der auslaufenden Kältewelle in Deutschland sind vor allem im nördlichen Drittel des Landes vielerorts große Schneemengen zu verzeichnen. Insbesondere in Niedersachsen zwischen Hamburg und Hannover liegen derzeit verbreitet zwischen 15 und 30 cm Schnee. Auch in Nordfriesland und in den höheren Lagen der Mittelgebirge hat es in den vergangenen Tagen ordentlich geschneit, was verbreitet für Schneehöhen über 10 cm gesorgt hat. Zuletzt gab es auch im Süden regional viel Neuschnee. In den übrigen Landesteilen konnte sich ebenfalls sehr verbreitet eine dünnere Schneedecke bilden. So hat so gut wie jeder Ort in Deutschland irgendwann seit Jahresbeginn wenigstens ein paar Zentimeter Schnee gesehen. Damit ist nun Schluss, allerdings wird es wohl noch einige Tage dauern, bis der Schnee überall abgetaut ist. Besonders im Norden gab es durch für die Region außergewöhnlichen Schneemengen vielerorts chaotische Zustände auf den Straßen, sowie Bahn- und Flugverkehr, die sich am vergangenen Wochenende nur langsam entspannten.
Heute große Glättegefahr!
Am heutigen Montag erreicht uns die Warmfront eines Tiefs aus Westen, die relativ schnell bis in den Osten vorankommt und zunächst für kräftige Schneefälle sorgt. Vor allem in der Westhälfte können dadurch nochmal kurzzeitig einige Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Dahinter folgt jedoch schnell Regen, der vielerorts schon einsetzt, während am Boden noch Minusgrade herrschen. Dadurch friert der Regen blitzartig auf allen Gegenständen fest und es entsteht eine akute Glättesituation. Da die Böden durch die sehr kalten Temperaturen der vergangenen Tage oft stark gefroren sind, kann die Straßenglätte für mehrere Stunden anhalten. In der Osthälfte ist am späten Vormittag, bzw. in den Mittagsstunden mit der stärksten Glätte durch Eisregen zu rechnen, während es im Westen bereits spürbar wärmer wird und der Boden langsam auftaut. Dauerfrost herrscht nur noch im äußersten Nordosten. Morgen setzt sich die milde Luft vom Atlantik dann im ganzen Land durch und verbreitet liegen die Höchstwerte zwischen 5 und 10 Grad. In den Hochlagen der Mittelgebirge kann sich der Schnee oberhalb von 700 bis 900 Metern jedoch meist halten. Dazu kommt es zu einem Mix aus Sonne und Wolken mit einzelnen Schauern im Nordwesten. Der Wind weht teils kräftig aus südwestlichen Richtungen, sodass landesweit starkes Tauwetter einsetzt. Auch in den darauffolgenden Tagen bleibt es verbreitet recht mild, dazu kommt es ab Mittwoch im ganzen Land häufiger zu Regenschauern, die nur in den höchsten Lagen als Schnee fallen. Ein Comeback des Winterwetters mit Schnee und Frost bis in tiefe Lagen ist derzeit nicht für die nächsten ein- bis zwei Wochen in Sicht.