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Schnee bis in mittlere Lagen: Die Eisheiligen wollen es wissen!

Pünktlich zu den sogenannten „Eisheiligen" vom 11. bis 15. Mai kommt es auch in diesem Jahr zu einem markanten Kaltlufteinbruch in Mitteleuropa. Nach mehreren teils sehr warmen und sonnigen Wochen zeigt sich nun noch einmal ein Hauch von Winterwetter, denn in einigen Regionen fällt derzeit sogar Schnee.

Heute oft nur einstellige Höchstwerte – Schnee in den Mittelgebirgen möglich

Am heutigen Dienstag wird laut den Wettermodellen der Höhepunkt der Eisheiligen erreicht. In weiten Teilen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens liegen die Höchsttemperaturen lediglich zwischen 6 und 8 Grad in den tieferen Lagen. In höheren Lagen der Mittelgebirge werden meist nicht einmal 5 Grad erreicht, oberhalb von etwa 800 Metern ist sogar leichter Dauerfrost möglich. Das gilt auch für die westlichen Mittelgebirgsregionen. Im Süden liegt die Frostgrenze mit rund 1200 Metern etwas höher. Am wärmsten wird es mit maximal 14 Grad im südlichen Oberrheingraben. Insgesamt liegen die Temperaturen heute etwa acht Grad unter dem Durchschnitt für die aktuelle Jahreszeit.

Nicht nur die Temperaturen erinnern fast an den Winter – auch Schneefall ist in einigen Regionen durchaus möglich. Bereits in der vergangenen Nacht fiel im Sauerland, in der Rhön, im Harz und im Thüringer Wald oberhalb von etwa 500 Metern Schnee, der bei Temperaturen um den Gefrierpunkt meist liegen bleiben konnte. Nasse Flocken gab es stellenweise sogar bis in tiefe Lagen. Im weiteren Tagesverlauf ziehen die kräftigsten Niederschläge weiter nach Osten, sodass auch das Erzgebirge und der Bayerische Wald teils mit ordentlichen Neuschneemengen rechnen müssen. Dahinter folgen weitere Schauer, sodass oberhalb von rund 500 Metern jederzeit erneut Schneefälle möglich sind.

In den südwestlichen Mittelgebirgen, etwa in der Pfalz, im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb, liegt die Schneefallgrenze meist zwischen 800 und 1000 Metern. Dort fällt allerdings nur wenig Niederschlag. Zusätzlich zum Schnee frischt auch der Wind deutlich auf. Besonders in höheren Lagen sind daher Sturmböen und Schneeverwehungen möglich.

Weiterhin sehr nass und kühl – Schnee zieht sich in die Alpen zurück

Auch in den kommenden Tagen setzt sich das sehr wechselhafte und deutlich zu kühle Wetter fort. Eine grundlegende Wetterumstellung mit viel Sonne und Temperaturen über 20 Grad, wie sie in den vergangenen Wochen häufig zu beobachten war, ist derzeit nicht in Sicht. Zwar fällt Schnee nur noch in den Alpen oberhalb von etwa 1200 Metern, nass bleibt es jedoch weiterhin.

Bis Freitag sind in manchen Regionen mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter möglich. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt dabei in der Westhälfte Deutschlands sowie in direkter Alpennähe. An den Temperaturen ändert sich nur wenig: Während in den Mittelgebirgsregionen meist nur obere einstellige Werte erreicht werden, sind in den kommenden Tagen lediglich am Oberrhein und im äußersten Osten Temperaturen von knapp über 15 Grad möglich.

Zwischen den zahlreichen Regenschauern kann sich zeitweise auch die Sonne zeigen. Der Wind bleibt jedoch weiterhin frisch.