Johannes Graf
Zwischen Eisluft und Frühlingshauch – Deutschlands Wetter im Spagat
Deutschland steckt in diesen Tagen mitten in einem meteorologischen Kräftemessen. Während sich der Winter im Nordosten hartnäckig festklammert, schnuppert der Süden bereits an frühlingshaften Temperaturen. Gegensätzlicher könnten die Eindrücke kaum sein – und genau das macht diese Wetterlage so spannend.
Winterfest im Nordosten
Über Skandinavien hat sich Hoch Daniel festgesetzt und wirkt wie eine Kältepumpe: Aus Osten strömt sehr kalte Luft bis nach Nordostdeutschland. Dort bleibt es nicht nur nachts, sondern auch tagsüber frostig und winterlich. Gelangen Niederschläge bis in diese Region voran, fallen sie als Schnee, da sie auf die eisige Luft treffen. Winterfans kommen hier also weiterhin auf ihre Kosten.
Frühlingsgefühle im Süden
Ganz anders präsentiert sich der Südwesten und der Alpenraum. Dort macht sich Tief Romina bemerkbar, das vom Atlantik her mildere Luft heranführt. Das Ergebnis: ein Wechsel aus Sonne und Wolken bei deutlich höheren Temperaturen. An den Alpen kommen zusätzlich föhnige Effekte ins Spiel – mit beachtlichen Werten. So wurden am 3. Februar in Garmisch-Partenkirchen frühlingshafte 13 Grad gemessen.
Wie geht es weiter?
In den kommenden Tagen bleibt dieses zweigeteilte Wetter bestehen. Nachts kühlt es auch im Süden ab, stellenweise gibt es leichten Frost. Der Nordosten hingegen bleibt selbst tagsüber eisig. Heißt unterm Strich: Outfit gut anpassen – je nach Region eher dick eingepackt oder schon etwas lockerer unterwegs. Und wer weiß: Vielleicht meldet sich der Winter ja doch noch einmal mit voller Wucht in ganz Deutschland zurück. Spannend bleibt es auf jeden Fall.